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Zitat des Monats

Amselgesang
Manchmal singt eine schon im Winter, ganz leise, wie im Traum. Das weckt ein ähnliches Gefühl, wie die ersten Blüten der Christrose (siehe dort): Noch ist alles kahl, kalt, hoffnungslos. Aber das bleibt nicht so. Es wird wieder, das Werden!
Und dann, an einem Abend Mitte bis Ende Februar (das wird jedes Jahr im Kalender festgehalten!): Ein erstes jubelnd lautes Flöten! Meist wird es von den anderen Amselmännern in der Gegend mit den gleichen tschickernden Bodenfeind-Warnrufen begleitet, mit denen sie sich bevorzugt winters äußern. Als Kommentar zum ersten singenden Kollegen übersetze ich mir das Rufen in etwa so: Du spinnst doch, das ist doch noch viel zu früh! Den Vogel, der zu früh singt, frisst die Katz!
Aber es ist unaufhaltsam, wie ein Sog. Immer mehr Sänger beginnen zu flöten. Jedoch zunächst vor allem abends (ob sie da auch schon frühmorgens singen weiß ich als Langschläferin nicht). Erst wenn der Frühling voll angekommen ist und die Amselfrauen ihr Nest zu bauen beginnen, füllt der wunderbare Gesang der Männer auch die Tage.
So lange und ausdauernd singt hier bei uns sonst kein Vogel. Erst im August verstummen die Amseln allmählich.
Und manchmal beginnt eine schon im nächsten Winter wieder, ganz leise, wie im Traum.

"Augenweide" lautet das erste Kuschelwort in meinem Glücksalphabet.
Entsprechend ist der Amselgesang für mich eine "Ohrenweide"!


Nachrichten aus der Schreibwerkstatt:

Ich arbeite zur Zeit mit großem Vergnügen an der Erstellung eines persönlichen Glücks-Alphabet von A(bendrot) bis Z(aunprinzessin). Obertitel "Wonnen und Wunder". Daraus stammt obiges Zitat zum Amselgesang.

Das Anfang 2017 fertiggestellte Theaterstück zur 1250jährigen Geschichte meines Wohnorts Seulberg, "Sell und Will und Wunderdich" wartet immer noch auf eine Aufführung.