Biographie


Ich kam als Dagmar Weisgräber 1942 in Danzig zur Welt und wurde im Januar 1945 zusammen mit Großmutter, Mutter und den beiden älteren Geschwistern geflohen. (Ein Kind flieht nicht aktiv von sich aus – und entsprechend traumatisch ist dieses passive Erleiden samt Heimat-, Vater- und Geborgenheitsverlust.) Wir landeten bei Verwandten in Gunzenhausen/Mittelfranken, wo ich 1961 Abitur machte. Nach dem 1964 beendeten Studium an der Pädagogischen Hochschule München und einer ersten, viel zu früh geschlossenen Ehe (unter dem Namen "Dagmar Deskau") hatte ich ab Wintersemester 1968 – inzwischen geschieden - an der Universität Mainz noch einmal die Chance für einen Neuanfang: Ich studierte Germanistik, Anglistik und Publizistik, begriff darüberhinaus persönlich und politisch unendlich viel durch die 68er Bewegung, lernte dabei meinen jetzigen Mann Günther Scherf kennen (er war von 1975-2007 Redakteur bei der „Frankfurter Rundschau“) und promovierte 1973 in Germanistik über die Lyrik Johannes Bobrowskis (siehe „Veröffentlichungen“). Danach war ich – vermittelt durch den „Deutschen Akademischen Austauschdienst“ - ein Jahr lang Dozentin für Deutsch an der Universität Bristol/Großbritannien. Von Ende 1974 bis 1981 arbeitete ich als Lektorin im Hirschgraben-Verlag Frankfurt/Main. Seitdem ist Schreiben mein Hauptberuf.

Siehe auch: de.wikipedia.org/wiki/Dagmar_Scherf







(siehe „Veröffentlichungen“)

"Doppelkopf"-Gespräch mit Dagmar Scherf, Hr2 Kultur am 01.04.2005